Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Ergebnisse der Ransomware-Umfrage veröffentlicht

Datum 27.04.2016

Ein Drittel der Unternehmen ist betroffen – Bedrohungslage unverändert hoch

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit eine Umfrage zur Betroffenheit der deutschen Wirtschaft durch Ransomware durchgeführt. Demnach waren ein Drittel (32 Prozent) der befragten Unternehmen in den letzten sechs Monaten von Ransomware betroffen. Dabei waren Unternehmen aller Größenordnungen betroffen. Drei Viertel (75 Prozent) der Infektionen waren auf infizierte E-Mail-Anhänge zurückzuführen. Die Auswirkungen des Ransomware-Befalls waren zum Teil erheblich: Während 70 Prozent der betroffenen Unternehmen angaben, dass einzelne Arbeitsplatzrechner befallen waren, kam es in jedem fünften der betroffenen Unternehmen (22 Prozent) zu einem erheblichen Ausfall von Teilen der IT-Infrastruktur, 11 Prozent der Betroffenen erlitten einen Verlust wichtiger Daten.

Nach wie vor beobachtet das BSI immer neue Wellen von Ransomware-Angriffen. Auch die Mehrheit der befragten Unternehmen (60 Prozent) schätzt die Bedrohungslage für die eigene Institution als verschärft ein. Fast alle Unternehmen (86 Prozent) haben zusätzliche Maßnahmen getroffen, um sich besser vor Ransomware zu schützen. Dazu zählen die verstärkte Sensibilisierung der Mitarbeiter (76 Prozent) sowie technische Maßnahmen in Bereichen wie der Filterung an Netzübergängen, der Abwehr von Spam-Mails und der Verbesserung der Virenerkennung. 38 Prozent der Befragten planen überdies zusätzliche Maßnahmen im Bereich Datensicherung und Backups.

Zu den vollständigen Ergebnissen gelangen Sie über diesen Link.