Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Medica: BSI unterstützt Hersteller und Betreiber von Medizinprodukten

Datum 15.11.2018

Im Rahmen der Messe „Medica“ in Düsseldorf hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die englischsprachige Fassung der BSI Empfehlung CS-132 „Cyber-Sicherheitsanforderungen an netzwerkfähige Medizinprodukte“ veröffentlicht. Die praxisnahen und umsetzungsorientierten Empfehlungen richten sich an Hersteller von Medizintechnik und unterstützen diese dabei, den Stand der Technik sowie vorhandene normative Vorgaben in ihren Produkten umzusetzen. Zudem dient das Papier auch dazu, die Hersteller für die bei der Vernetzung und Digitalisierung von Medizinprodukten entstehenden neuen Gefährdungen zu sensibilisieren. Die englischsprachige Empfehlung steht zum Download unter https://www.allianz-fuer-cybersicherheit.de/ACS/DE/_/downloads/BSI-CS_132.html zur Verfügung.

„Mit unserer Empfehlung für sichere netzwerkfähige Medizinprodukte haben wir auch international einen Nerv getroffen, denn Betreiber im Gesundheitswesen stehen nicht nur in Deutschland vor der Herausforderung, die Digitalisierung so umzusetzen, dass sie größtmöglichen Nutzen bringt, ohne Leib und Leben der Patienten zu gefährden. Mit unserer Empfehlung setzen wir auch international einen Standard für ein angemessenes Cyber-Sicherheitsniveau nach dem Stand der Technik“, erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Praxisnahe Erläuterungen zu MDS2 geplant

Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde bringt sich das BSI in die großen Digitalisierungsprojekte ein, die ohne ein angemessenes Maß an Informationssicherheit nicht erfolgreich sein werden. Dabei stehen für das BSI neben den Standards auch die Herausgabe von praxisgerechten Umsetzungsempfehlungen zu Themen der Cyber-Sicherheit im Fokus. Im Gesundheitswesen etwa wird das BSI zusammen mit den Herstellerverbänden ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie), Spectaris und VDGH (Verband der Diagnostica-Industrie) sowie mit Vertretern von Betreiberverbänden die freiwillige Nutzung des „Manufacturer Disclosure Statement for Medical Device Security“ (MDS2) für den deutschen Markt umzusetzen. MDS2 ist ein für den US-amerikanischen Markt formulierter Fragenkatalog für Hersteller von Medizinprodukten, der für eine Teilnahme am Beschaffungsprozess für viele Krankenhäuser des amerikanischen Markts verbindlich ist. Dabei dient MDS2 als Kommunikationsinstrument zur Vermittlung zwischen Herstellern und Nutzern. In Deutschland erstellen viele Krankenhäuser bei der Beschaffung von Medizinprodukten eigenständig Fragenkataloge und Anforderungsprofile für Ausschreibungen, die in Umfang und Tiefe sehr unterschiedlich und damit für Hersteller und Betreiber aufwändig abzuarbeiten sind. Abhilfe kann hier ein einheitlicher Fragenkatalog wie das MDS2-Formular schaffen. Das BSI plant eine deutschsprachige Erläuterung zum MDS2-Formular, die sowohl den Ansprüchen der Betreiber Rechnung trägt als auch Sicherheitsanforderungen angemessen beschreibt. Die deutschsprachige Erläuterung des BSI wird nach der Finalisierung des MDS2 voraussichtlich im ersten Quartal 2019 verfügbar sein.

BSI Pressemitteilung vom 14.11.2018

Partnerangebot: Spear Phishing & Co. – Personalisierte Cyber-Angriffe erkennen und abwehren

Datum 13.11.2018

Wie Sie die Risiken durch gezielte Angriffe bewerten und wirksame Abwehrmethoden etablieren, erfahren Sie in einem Workshop der Riskworkers GmbH.

Die Zahl der gezielt gegen Unternehmen und Behörden gerichteten kriminellen Angriffe hat eine kritische Grenze erreicht und verursacht immense Schäden. Dabei zählt die maßgeschneiderte, personalisierte Manipulation von Unternehmensangehörigen zu den am häufigsten verwandten Angriffsmethoden. Im ganztägigen Workshop "Spear Phishing & Co – Minimierung der Risiken personalisierter IT-Angriffe" am 21.02.2019 in Köln lernen Teilnehmer, wie sie die Risiken durch gezielte Cyber-Angriffe valide einschätzen und geeignete Abwehrmethoden etablieren können.

Für Teilnehmer der Allianz für Cyber-Sicherheit werden bis zu 3 Plätze kostenfrei vergeben.

Weitere Informationen zu diesem Angebot erhalten registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer im internen Bereich unserer Webseite.

Hier können Sie sich für die Teilnahme bei der Allianz für Cyber-Sicherheit registrieren.

Sie sind schon Teilnehmer? Dann finden Sie die Details zum Angebot hier.

BSI baut Zusammenarbeit mit NAMUR aus

Datum 09.11.2018

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verband der Anwender von Automatisierungstechnik der Prozessindustrie (NAMUR) verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich der Cyber-Sicherheit. Eine entsprechende Vereinbarung beschlossen NAMUR und BSI im Rahmen der NAMUR-Hauptsitzung in Bad Neuenahr. Demnach wird das BSI Mitglied des NAMUR e.V., während NAMUR Teilnehmer der vom BSI initiierten Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) wird.

"Durch die gegenseitige Mitgliedschaft entwickeln wir die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit von BSI und NAMUR weiter und tragen so zur erfolgreichen Gestaltung der digitalen Transformation in der Prozessautomatisierung bei. Gemeinsam können wir die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Digitalisierung in der Prozessindustrie fördern und die Verbreitung konkreter und passfähiger Umsetzungsmaßnahmen für mehr Cyber-Sicherheit in den Unternehmen beschleunigen. Die Allianz für Cyber-Sicherheit des BSI ist ein Erfolgsmodell mit rund 3.000 Teilnehmern, dessen Leistungen und Angebote nun auch den Mitgliedern des NAMUR zur Verfügung stehen", erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Die Partner haben sich darauf verständigt, den Dialog und Erfahrungsaustausch zur IT-Sicherheit in Unternehmen der Prozessindustrie auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik zu intensivieren und auszubauen. Ziel ist es unter anderen, für Deutschland einheitliche Vorgaben für IT-Sicherheit im Bereich Funktionaler Sicherheit zu erstellen und sich dafür einzusetzen, diese bei Betriebsprüfungen zur Anwendung zu bringen. Darüber hinaus profitieren die Unternehmen von gemeinsam erstellten Best Practices und praxisnahen Empfehlungen zur Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen.

Die Mitgliedschaft in der Allianz für Cyber-Sicherheit ist kostenlos. Mehr Informationen zur Teilnahme sind abrufbar unter https://www.allianz-fuer-cybersicherheit.de/ACS/DE/Registrierung/registrierung.html

BSI Pressemitteilung vom 09.11.2018

Ransomware trickst Virenschutzprogramme aus

Datum 08.11.2018

Eine Ransomware-Welle führt derzeit vielfach zu erfolgreichen Infektionen von Arbeitsplatzrechnern und Netzwerken, bei denen Dateiordner und Dateien in großem Umfang verschlüsselt werden und Lösegeld erpresst wird.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in den vergangenen Tagen eine massive Häufung dieser Vorfälle in Behörden, Unternehmen und Institutionen festgestellt. Die Ransomware "GandCrab" versteckt sich dabei meist in gefälschten Bewerbungsanschreiben, denen eine verschlüsselte Archivdatei (etwa .rar) und eine als angebliche .pdf-Datei getarnte .exe-Datei beigefügt ist. Den Empfängern wird dann das zum Öffnen der Archivdatei nötige Passwort im Text der E-Mail oder einer ebenfalls beigefügten .txt-Datei mitgeteilt. Die Erkennungsrate bei kommerziellen Schutzprodukten liegt durch dieses Vorgehen derzeit in einem besonders niedrigen Bereich, da die Schutzprogramme die verschlüsselten Archive nicht entpacken können. Die Regierungsnetze sind durch zusätzliche individuelle Maßnahmen des BSI in besonderem Maße geschützt. Das hier beschriebene Vorgehen lässt sich in gleicher Form auch auf andere Schadsoftware-Varianten übertragen.

Dazu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm:
"Ransomware ist und bleibt eine ernstzunehmende Bedrohung. Das Vorgehen der Cyber-Kriminellen im aktuellen Fall zeigt zudem, dass technische Gegenmaßnahmen konsequent und durchdacht umgesetzt werden müssen. Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten außerdem zum Standardfortbildungsprogramm in Unternehmen gehören, insbesondere dort, wo auch E-Mails von unbekannten Absendern mit unbekannten Dateianhängen geöffnet werden müssen, wie es in Personalabteilungen der Fall ist. Viele Unternehmen leiden unter dem Fachkräftemangel und freuen sich über jede Bewerbung, die sie erhalten. Dies sollte jedoch nicht zu Nachlässigkeiten bei der Cyber-Sicherheit führen."

IT-Sicherheitsverantwortliche sollten zum Schutz vor oben beschriebener Angriffsvariante folgende Maßnahmen beachten:

  • Sensibilisieren Sie die Anwenderinnen und Anwender
  • Prüfen Sie, ob das eingesetzte Sicherheitsprodukt in der Lage ist, Passwörter aus dem Mailtext und/oder aus Anhängen zu identifizieren und für verschlüsselte Archive anzuwenden
  • Prüfen Sie, ob verschlüsselte Archive in der Organisation oder dem Unternehmen legitim und üblich sind und sprechen Sie entsprechende Empfehlungen an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus oder nehmen Sie geeignete technische Maßnahmen zur Blockierung verschlüsselter Archive in E-Mails vor
  • Unterbinden Sie die Installation von maliziösen Inhalten durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen:

    • Administratorenrechte sollten nur eingeschränkt vergeben werden
    • Verhindern Sie über geeignete Software-Produkte das Starten von ausführbaren Programmen in Dokumenten- und Temporär-Ordnern mittels Blacklisting
  • Für einige frühere Versionen der derzeit verwendeten Schadsoftware GandCrab stellt die NomoreRansom-Initiative Entschlüsselungsprogramme bereit (www.nomoreransom.org)

BSI Pressemitteilung vom 08.11.2018

Partnerangebot steep GmbH – „Escape the Container

Datum 08.11.2018

Einen „Escape Room“ der besonderen Art bietet die Bonner steep GmbH. Teilnehmer der Allianz für Cyber-Sicherheit können ihr Know-how in Sachen Cyber-Sicherheit kostenfrei auf die Probe stellen.

Informationssicherheit zum Anfassen: Die Bonner steep GmbH hat eine besondere Schulungsmaßnahme für die Informationssicherheit entwickelt – „Escape the Container“. Angelehnt an die bekannten „Escape-Rooms“ haben die IT-Sicherheitsexperten des Unternehmens ein Szenario kreiert, bei dem die Teilnehmer ihr Bewusstsein für IT-Sicherheit interaktiv schärfen können.

Die Teilnehmer schlüpfen dabei in die Rolle eines Eindringlings und verschaffen sich Zutritt, Zugang und Zugriff auf sensible Informationen. Das Szenario wird in Gruppen von drei bis maximal vier Personen in einem für diesen Zweck entwickelten Container durchgespielt und dauert circa eine Stunde.

Weitere Informationen zu diesem Angebot erhalten registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer im internen Bereich unserer Webseite.

Hier können Sie sich für die Teilnahme bei der Allianz für Cyber-Sicherheit registrieren.

Sie sind schon Teilnehmer? Dann finden Sie Details zum Angebot hier.

26. Cyber-Sicherheits-Tag - Call for Presentations

Datum 08.11.2018

„Erste Schritte für mehr Cyber-Sicherheit“ – so lautet das Motto des 26. Cyber-Sicherheits-Tag der Allianz für Cyber-Sicherheit am 31. Januar 2019 in Essen.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen durchgeführt. Es werden ca. 100 Teilnehmende – Anwenderinnen und Anwender, Verantwortliche für IT-Systeme und IT-Sicherheit sowie Entscheiderinnen und Entscheider aus dem Management in kleinen und mittleren Unternehmen – erwartet.

Beiträge gesucht

Teilnehmer und Partner der Allianz für Cyber-Sicherheit sind herzlich eingeladen, sich mit ihrer Expertise an der Programmgestaltung zu beteiligen.

Am Nachmittag des Cyber-Sicherheits-Tags können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Gruppen von jeweils ca. 15 Personen sogenannte Themeninseln besuchen. Als Experte bzw. Expertin geben Sie einen max. zehnminütigen Impuls und stehen für anschließende Verständnisfragen zur Verfügung. Nach 15 Minuten wechseln die Teilnehmenden zu einer der anderen Themeninseln. Es sind sechs Durchläufe geplant (insgesamt 90 Minuten). Anschließend haben die Teilnehmenden Gelegenheit, an den Themeninseln individuell vertiefende Rückfragen zu stellen (weitere 30 Minuten).

Ziel ist es, das jeweilige Thema leicht verständlich darzustellen und Lösungshinweise bzw. Tipps für die praktische Umsetzung in den Unternehmen an die Hand zu geben. Dabei sollen insbesondere die Anforderungen von kleinen und mittleren Betrieben Berücksichtigung finden. Neben der Vorstellung konkreter Maßnahmen, die auch von Anwenderinnen und Anwendern mit wenig ausgeprägter IT-Expertise leicht umgesetzt werden können, freuen wir uns auch über die Präsentation von praktischen Tools.

Folgende Themengebiete sind ausgeschrieben:

  • Sichere Nutzung von mobilen Geräten
  • Sicherheit der firmeneigenen Webseite
  • Sensibilisierungs-Maßnahmen für Beschäftigte (geeignet auch für kleine Unternehmen)
  • Passwortmanagement und mehr (Wer darf was im Netzwerk?)
  • Datensicherung
  • Was tun im Ernstfall?

Wichtige Hinweise für die Einreichung von Vorschlägen

Bitte senden Sie uns Ihren Vorschlag für einen Beitrag zu einem der oben genannten Themen unter Nennung von Titel, kurzer inhaltlicher Zusammenfassung (max. 5 Sätze), Name und Funktion des/r Referent/in sowie Name der Institution bzw. des Unternehmens per E-Mail an unsere Geschäftsstelle: info(at)cyber-allianz.de

Kriterien für die Auswahl der Beiträge sind Aktualität, Praxisnähe sowie der Bezug zur Zielgruppe.

Bitte beachten Sie, dass Einreichungen mit stark werblichem Charakter grundsätzlich nicht akzeptiert werden. Die sachdienliche Nennung von Produkten bzw. Dienstleistungen in angemessenem Umfang sowie eine kurze Vorstellung des eigenen Unternehmens sind zulässig.

Da es sich um eine kostenfreie Veranstaltung handelt, können keine Honorarzahlungen sowie Reise- und Übernachtungskostenerstattungen geleistet werden.

Veranstaltungsort

Industrie- und Handelskammer für Essen,
Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen
Am Waldthausenpark 2
45127 Essen

Fristen

Einreichung des Vorschlags bis: 01. Dezember 2018
Benachrichtigung über die Annahme: 14. Dezember 2018
Einreichung der finalen Präsentation: 15. Januar 2019

Sachsen und BSI kooperieren bei Cyber-Sicherheit

Datum 07.11.2018

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Freistaat Sachsen vertiefen ihre Kooperation im Bereich der Cyber-Sicherheit. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten der sächsische Chief Information Officer (CIO) und Amtschef Thomas Popp und BSI-Präsident Arne Schönbohm in Dresden.

Dazu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm: "Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde bauen wir unsere Kooperation mit den Bundesländern ganz bewusst weiter aus und stellen dabei die im Bund bewährten Dienstleistungen, das Know-how und die Produkte des BSI den Ländern gezielt zur Verfügung. Angesichts der im diesjährigen Bericht zur Lage der IT-Sicherheit skizzierten neuen Qualität der Bedrohungslage, der wachsenden Vernetzung und der hohen Innovationsgeschwindigkeit in unserer zunehmend digitalisierten Gesellschaft erfüllt das BSI damit seine Rolle als das zentrale Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit. So können wir gemeinsam die Cyber-Sicherheit am Standort Deutschland weiter erhöhen."

Der CIO Thomas Popp ergänzte: "Die Bedrohung der Informationssicherheit ist auch für die öffentliche Verwaltung sehr real. Cyber-Kriminalität macht nicht halt an Ländergrenzen. Deshalb ist eine enge Vernetzung zwischen Bund und Ländern absolut notwendig. Mit dem BSI haben wir einen starken und kompetenten Partner an unserer Seite, um Herausforderungen zu meistern und in der Cyber-Abwehr erfolgreich zu sein."

Mit der Kooperation kommt das BSI seinem gesetzlichen Auftrag zur Beratung und Unterstützung der Bundesländer nach. Mit der Absichtserklärung vereinbaren das BSI und die Sächsische Staatskanzlei eine engere Zusammenarbeit unter anderem in den folgenden Bereichen:

  • Gegenseitiger Austausch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen von Hospitationen
  • Im Bereich der strategischen IT-Implementierung werden gegenseitige Kooperationen verstärkt, um Synergieeffekte zu schaffen. So sollen u.a. zukünftig Länderbedarfe bei Rahmenverträgen des Bundes berücksichtigt werden
  • Austausch zu Prozessen der Prävention von Cyber-Angriffen und des IT-Krisenmanagements mit dem CERT-Bund des BSI
  • Im Bereich der Aus- und Fortbildung können Qualifizierungsangebote zu Themen der Cyber- und Informationssicherheit des BSI für die Länder genutzt werden
  • Informationsaustausch zum Aufbau einer leistungsfähigen Cyber-Abwehr im Bereich der Detektion und der Reaktion
  • Bereitstellung von technischer Expertise des BSI vor Ort Austausch zur Stärkung der Resilienz bestehender IT-Lösungen (z.B. Web-Checks, Penetrationstests)
  • Unterstützung durch das BSI beim Ausbau des Verbindungsnetzes
  • Beratung und Unterstützung seitens des BSI beim Aufbau eines landesweiten Informationssicherheitsmanagementsystems in Sachsen

Zudem wird die Zusammenarbeit für mehr IT-Sicherheit in der Wirtschaft im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) ausgebaut. Als Multiplikator der ACS stellt die Sächsische Staatskanzlei ihre Möglichkeiten zur Kommunikation und Information zur Verfügung. Geplant sind gemeinsame Veranstaltungen sowie Informationskampagnen. Dadurch profitieren auch die zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen in Sachsen von der Zusammenarbeit mit dem BSI.

Mehr Informationen zur Zusammenarbeit des BSI mit den Ländern und Ansprechpartner auch für Kommunen und Unternehmen in den Regionen sind abrufbar unter
https://www.bsi.bund.de/DE/Service/Kontakt/BSI_vor_Ort/bsi_vor_ort_node.html

Informationen und Teilnahmemöglichkeiten zur Allianz für Cyber-Sicherheit stehen unter https://www.allianz-fuer-cybersicherheit.de zur Verfügung.

BSI Pressemitteilung vom 07.11.2018

25. Cyber-Sicherheits-Tag legte den Schwerpunkt auf Incident Management

Datum 07.11.2018

Experten gaben wertvolle Erfahrungen zur Behandlung von IT-Sicherheitsvorfällen weiter.

Wie können sich Unternehmen im Vorfeld auf potenzielle Cyber-Angriffe einstellen? Welche Indikatoren ermöglichen die schnelle Erkennung von Vorfällen? Und: Wie können Incidents schnellstmöglich eingedämmt werden? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des 25. Cyber-Sicherheits-Tages der Allianz für Cyber-Sicherheit, der am 7. November 2018 in Kooperation mit der CARMAO GmbH in Limburg an der Lahn stattfand.

25. Cyber-Sicherheits-Tag 25. Cyber-Sicherheits-Tag Quelle: BSI

Etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in die Limburger Stadthalle gekommen, um vom Expertenwissen zu profitieren, an der Podiumsdiskussion teilzuhaben und die verschiedenen Möglichkeiten zum Networking zu nutzen.

In verschiedenen Vorträgen informierten hochkarätige Referenten aus dem Themenbereich "Incident Management" über ihre Erfahrungen zur Prävention und
Detektion von sowie zur Reaktion auf Cyber-Angriffe. Die hier präsentierten Lessons learned können gleichzeitig als Ausgangspunkt genutzt werden, um die eigenen Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern und langfristig sogar "vor die Lage" zu kommen.

BSI und Thüringen: Engere Zusammenarbeit bei der Cyber-Sicherheit

Datum 07.11.2018

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weitet seine Unterstützung für die Bundesländer aus und wird ab sofort auch mit Thüringen enger zusammenarbeiten, um die Cyber-Sicherheit in Deutschland zu erhöhen. BSI-Vizepräsident Dr. Gerhard Schabhüser und der thüringische Finanz-Staatssekretär Dr. Hartmut Schubert unterzeichneten heute in Erfurt eine entsprechende Absichtserklärung.

"Die Gestaltung der Cyber-Sicherheit in der Digitalisierung kann nur durch einen gemeinsamen Ansatz von Bund und Ländern zum Erfolg führen. Dabei gilt es, den Aufbau von Doppelstrukturen zu vermeiden. Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde verfügt das BSI über Know-how, Best Practices und eine integrierte Wertschöpfungskette der Cyber-Sicherheit, die sich im Bund über Jahre bewährt hat und von der auch Bundesländer wie Thüringen profitieren können. Wir stellen unsere Angebote gern zur Verfügung, denn der intensive Austausch mit den Bundesländern ist ein wesentlicher Bestandteil zur Verbesserung der Cyber-Sicherheit in Deutschland insgesamt", erklärt BSI-Vizepräsident Dr. Gerhard Schabhüser.

Das BSI und das Thüringer Finanzministerium erklären gemeinsam die Absicht zur Vertiefung der Kooperation u.a. in den folgenden Bereichen:

  • Austausch im Bereich Aus- und Fortbildung: Für die Umstellung auf den modernisierten IT-Grundschutz stellt das BSI dem Freistaat Thüringen das entsprechende Ausbildungskonzept und ein Migrationsleitfaden zur Verfügung.
  • Das BSI stellt Unterstützung und Beratung bezüglich der IT-Sicherheit von eingesetzten oder zum Einsatz beabsichtigter Produkte wie etwa zu Standardsoftware-Produkten bereit.
  • Das BSI unterstützt den Aufbau des ThüringenCERT, etwa durch Qualitätssicherung entsprechender Konzepte. Hierdurch wird die Zusammenarbeit im CERT-Umfeld auf Basis der gemeinsamen Geschäftsordnung des VerwaltungsCERT-Verbundes und ein Austausch von Gefährdungsindikatoren und anderen Informationen gefördert.
  • Bei Penetrationstests kann Thüringen auf die Leistung des BSI oder der durch das BSI zertifizierten Dienstleister zurückgreifen.
  • Beide Partner bauen die Kooperation im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) aus.

BSI Pressemitteilung vom 07.11.2018

ZVEI INFO-Tag Cyber-Sicherheit

Datum 06.11.2018

Veranstaltung zeigt Unternehmen erste Schritte zur Stärkung ihrer Cyber-Sicherheit auf.

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) lädt alle seine Mitglieder sowie interessierte Industrieunternehmen am 13. November 2018 zum INFO-Tag nach Bad Pyrmont ein. In den Räumlichkeiten von Phoenix Contact werden konkrete Ansatzpunkte für eine starke und alltagstaugliche Cyber-Sicherheit gezeigt, Unterstützungspartner vorgestellt und die Möglichkeit gegeben, Fragen zum Thema zu stellen.

Verschiedene Impulsvorträge beschreiben außerdem in Best Practices, wie sich diese Maßnahmen in die eigene Unternehmensorganisation und nicht zuletzt in den Austausch mit Kunden und Zulieferern einbringen lassen. Ein Bestandteil kann hier zum Beispiel auch die Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) sein.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen werden bis zum 9. November entgegengenommen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Hier geht es zum Archiv

Hier geht es zum Archiv der Meldungen der Allianz für Cyber-Sicherheit