Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Informationen für Opfer von Cybercrime


Aktuelle polizeiliche Erkenntnisse und Unternehmensbefragungen zeigen deutlich, dass die deutsche Wirtschaft in einem hohen Maße von Cybercrime betroffen ist. Cybercrime verursacht bei Bürgern, Behörden und Wirtschaftsunternehmen einen hohen materiellen und immateriellen Schaden.

Die Betroffenen wissen oder bemerken häufig nicht, dass sie Opfer einer Straftat aus dem Bereich der Cybercrime geworden sind. Aber selbst wenn solche Straftaten festgestellt werden, gelangen diese nur in wenigen Einzelfällen zur Anzeige und somit zur Kenntnis der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden. Die Gründe für die niedrige Anzeigebereitschaft reichen von der Angst vor Reputationsverlust bis hin zu der Frage, an wen im Netzwerk der Sicherheitsbehörden sich der Geschädigte im konkreten Fall wenden kann. Hilfestellung dazu bietet unter anderem die Broschüre Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft in Fällen von Cybercrime.

Zentrale Ansprechstellen Cybercrime

International und national haben Polizeibehörden das Erfordernis der Einrichtung von Zentralstellen erkannt, um auf Cyber-Attacken, aber auch auf veränderte Vorgehensweisen seitens der Täter sowie Tendenzen reagieren zu können und gleichzeitig geschädigten Wirtschaftsunternehmen einen kompetenten Ansprechpartner zu bieten.

Die Zentralen Ansprechstellen Cybercrime (ZAC) des Bundeskriminalamtes und der Landeskriminalämter nehmen eine Vermittler- und Beraterrolle wahr und sind Ansprechpartner für die Wirtschaft sowie andere öffentliche und nicht-öffentliche Stellen. Der vertrauensvolle und sensible Umgang mit den dabei mitgeteilten Informationen nimmt hierbei eine besondere Rolle ein. Außerdem koordinieren und betreuen sie die vielfältigen Kooperationen mit anderen Sicherheitsbehörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung auf Bund-, Länder- sowie internationaler Ebene in diesem Themenfeld.

Mit der Broschüre möchten die Polizeien dazu ermutigen, strafrechtlich relevante Vorfälle anzuzeigen und Sie gleichzeitig auch darüber informieren, was Sie in solchen Fällen von Ihrer Polizei erwarten können. Der vertrauensvolle und sensible Umgang mit den von Ihnen mitgeteilten Informationen nimmt dabei eine besondere Rolle ein.
 

Kontaktdaten der Zentralen Ansprechstellen Cybercrime der Länder und des Bundes
Land/BundTelefonnummerE-Mail-Adresse
Bundeskriminalamt0611 / 55-15037SO41-NKC@bka.bund.de
Baden-Württemberg0711 / 5401-2444cybercrime@polizei.bwl.de
Bayern089 / 1212-3300zac@polizei.bayern.de
Berlin030 / 4664-924924zac@polizei.berlin.de
Brandenburg03334 / 388-8600cybercrime.lka@polizei.brandenburg.de
Bremen0421 / 362-19820cybercrime@polizei.bremen.de
Hamburg040 / 4286-75455zac@polizei.hamburg.de
Hessen0611 / 83-3377zac.hlka@polizei.hessen.de
Mecklemburg-Vorpommern03866 / 64-4545cybercrime.lka@polmv.de
Niedersachsen0511 / 26262-3804zac@lka.polizei.niedersachsen.de
Nordrhein-Westfalen0211 / 939-4040cybercrime.lka@polizei.nrw.de
Rheinland-Pfalz06131 / 65-2565lka.cybercrime@polizei.rlp.de
Saarland0681 / 962-2448cybercrime@polizei.slpol.de
Sachsen0351 / 855 - 3226zac.lka@polizei.sachsen.de
Sachsen-Anhalt0391 / 250-2244zac.lka@sachsen-anhalt.de
Schleswig-Holstein0431 / 160-4545cybercrime@polizei.landsh.de
Thüringen0361 / 341-1425cybercrime.lka@polizei.thueringen.de

Weiterführende Informationen

Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft in Fällen von Cybercrime

Mit der Broschüre Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft in Fällen von Cybercrime veröffentlicht das Bundeskriminalamt Empfehlungen zum Umgang mit Cyber-Angriffen.

Ratgeber Internetkriminalität

Das Online-Angebot www.polizei-praevention.de der Polizei Niedersachsen bietet aktuelle Informationen zum Thema und Tipps zum Schutz gegen Internetkriminalität.